Ehen vor Gericht
Ich will sofort geschieden werden

Im Film "Rosenkrieg" liegen Kathleen Turner und Michael Douglas gemeinsam im Ehebett, als sie überraschend sagt: "Ich will die Scheidung". Das ist nach deutschen Vorstellungen abwegig, denn vor der Scheidung liegt die Trennung.
Daher ist es unmittelbar nach einer Trennung und gar vorher Energieverschwendung, sich mit der Frage zu befassen, ob man geschieden werden möchte. Die Antwort reift sowieso mit der Zeit.
Diese Grafik zum zeitlichen Ablauf eines Scheidungsverfahrens
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Wie lange dauert das Trennungsjahr?
Bevor Eheleute sich also überhaupt damit befassen sollten, ob ihrer Ehe formal und staatlich ein Ende gesetzt wird, müssen Tatsachen geschaffen werden. Sinn dieses "Trennungsjahres", das auch beliebig viel länger als ein Jahr dauern darf,ist, dass beide Seiten sich prüfen sollen, ob der Alltag ohne den Anderen wirklich die erhoffte positive Entwicklung in sich birgt.
Was kommt nach dem Trennungsjahr?
Mehr Informationen darüber gibt es hier.
Wie läuft ein Scheidungsverfahren ab?
Mehr über den typischen Ablauf von Scheidungsverfahren finden Sie hier.
Gibt es eine Scheidung ohne Anwalt?
Um eine Scheidung beantragen oder aktiv im Scheidungsverfahren selbst Anträge stellen zu können, benötigt man zwingend einen Rechtsanwalt. Einen gemeinsamen Scheidungsanwalt gibt es nicht. Die Eheleute treten formal bei der Scheidung als gegnerische Parteien auf, auch wenn sie sich hinsichtlich der Scheidung und deren Folgen einig sind. In solchen Fällen kann es aber ausreichen, dass nur ein Ehegatte bei der Scheidung anwaltlich vertreten ist. Der andere Ehegatte sollte sich aber in jedem Fall mindestens einmal anwaltlich beraten lassen.
Wann bin ich endlich geschieden?
Die Dauer eines einverständlichen Scheidungsverfahrens hängt im wesentlichen davon ab, wie lange die Parteien benötigen, um ihre Rentenkonten zu klären - im
Durchschnitt 6 bis 9 Monate nach Ablauf des Trennungsjahres.
Die Dauer eines streitigen Scheidungsverfahrens hängt davon ab, worüber und wie viel gestritten wird - das kann sich über zwei Instanzen durchaus mehrere Jahre
hinziehen.
Darüber vergeht auch in der Regel die Dreijahresfrist, die derjenige Partner, der nicht geschieden werden möchte, für sich geltend machen kann.
Kann ich mich online scheiden lassen?
Wenn Sie sich für eine Online-Scheidung interessieren, sind Sie hier richtig.
Eine Online-Scheidung kommt nur bei einverständlichen, d.h. unstreitigen Scheidungen in Betracht.
Ihr Partner muss nicht zustimmen. Aus jeder Online-Scheidung kann später ohne Mehrkosten ein ganz normales Mandat werden, wenn Sie es brauchen.
Was ist eine unstreitige Scheidung?
Im Idealfall nutzt man das "Trennungsjahr" zu Verhandlungen miteinander über die Scheidungsfolgesachen: Auflösung von
Miteigentum und Schulden, Nutzung eines Eigenheimes, Hausrat, Unterhalt, Rentenausgleich, Vermögensaufteilung, Sorge- und Umgangsrecht. Gelingt dies, so ist die Scheidung als solche tatsächlich nur
noch ein formaler Akt - eine sogenannte "einverständliche Scheidung". Diese ist entsprechend preiswerter, siehe unter Kosten,
geht mit einem Anwalt - und geht schneller, siehe bei Ablauf eines Scheidungsverfahrens.
Gelingt dies nicht, so wird im sogenannten "Scheidungsverbund" durch einen Richter alles Streitige entschieden - erst danach darf die Ehe geschieden werden.

Sie können Ihre Scheidungskosten selbst berechnen.
Bitte beachten Sie, dass es dabei wirklich nur um die Kosten für den Antrag "die Ehe zu scheiden", geht.
Auseinandersetzungen um Geld oder Kinder sind nicht inclusive, sondern werden gesondert berechnet.
Mehr über Kosten erfahren Sie hier.
Hier geht`s zum Scheidungskostenrechner der dav-Familienanwälte.
Wenn Sie auf meiner Homepage etwas gesucht haben, stellt sich vielleicht nun die Frage: Was kann ich für Sie tun?
Welche Informationen könnten jetzt noch passen?
Wissenswertes über die Erstberatung
Braucht man das Trennungsjahr?
Was kommt nach dem Trennungsjahr?
Vermögensaufteilung / Zugewinn

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Von der Hochzeit über das Trennungsjahr bis zur Rechtskraft des Scheidungsbeschlusses.
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Diese Seiten wurden von mir zuletzt aktualisiert am 5.5.2012
Wichtige Urteile
Zum Ehegattenunterhalt:
OLG Düsseldorf 07.11.2011 zur Erwerbsobliegenheit bei Grundschulkindern und 12jährigen +++ BGH 13.7.2011: Betreuungsunterhalt lebt wieder auf, wenn nacheheliche Beziehung beendet wird +++BGH 2.3.2011 zur fehlenden Erwerbsminderungsrente +++ BGH 16.2.2011 zu ehebedingten Nachteilen +++ BVerfG 25.1.2011 zur Berechnung bei Ex-Frau und Ehefrau: Dreiteilungsmethode verfassungswidrig +++ BGH 22.11.2010 stärkt Hausfrauen-Ansprüche +++ BGH 20.10.2010 zu ehebedingten Nachteilen +++ BGH 29.9.2010 zur Abänderung / Befristung von Ehegattenunterhalt +++ BGH 15.9.2010 zur Abschaffung des Altersphasenmodells +++ OLG Düsseldorf 7.7.2010 zur Verwirkung wg. Verschweigens von Einkünften +++ OLG Köln 12.1.2010 zur Sättigungsgrenze +++ BGH 18.11.2009 zur Unterhaltsberechnung bei Zweitehe +++
Denkanstoss für Sie:
Es war einmal ein Mann, der kroch auf den Knien um eine Straßenlaterne und suchte im Lichtkreis seinen Schlüssel. „Wo haben Sie ihn denn verloren?“, fragte ein Passant. Der Mann antwortete: „Dort hinten in der dunklen Gasse.“ – „Und warum suchen Sie dann hier?“ – „Weil es hier hell ist“, antwortete der Mann.
Sie haben Streit mit jemandem. Und Sie suchen eine Entscheidung in einer Auseinandersetzung mit allen bekannten Mitteln, vielleicht in einem Gerichtsverfahren – wie der Mann seine Schlüssel im hellen Lichtkegel sucht. Lassen Sie sich helfen, die Lösung im Dunkeln zu finden: mit Mediation.
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Neu auf dieser Website:
22.3.2012: EGMR weist Anfechtungsklagen leiblicher Väter ab
5.1.2012: Änderungen für Familien
31.12.2011: Düsseldorfer Tabelle 2012
11.11.2011: Kuckuckskind
16.10.2011: Nachscheidungsunterhalt
13.10.2011: Abänderung alter Eheverträge
12.10.2011: Ansprüche nach Scheitern einer nichtehelichen Beziehung
27.9.2011: EGMR stärkt erneut leibliche Väter
12.9.2011: Rolle des RA im Umgangsverfahren
9.9.2011: Urteile zum Elternunterhalt
8.9.2011: Unternehmer-Ehe (Handelsblatt-Interview)
7.9.2011: Vereinbarungen zum Versorgungsausgleich
1.9.2011: Wechselmodell und Schülerfahrtkosten
1.9.2011: VBL geht in Beschwerde gegen schuldrechtlichen Ausgleich
27.7.2011: WebAkte - verschlüsselt kommunizieren
25.7.2011: BFH erkennt Prozeßkosten als absetzbar an
17.6.2011: Neue Liebe als Verwirkungsgrund
24.5.2011: Hartz IV und Umgang
12.5.2011: Wechselmodell-Entscheidung OLG Düsseldorf v. 14.3.2011
11.5.2011: Das familiengerichtliche Verfahren (FamFG)
27.3.2011: Betreuerkosten im Elternunterhalt
22.3.2011: FAQ zum Versorgungsausgleich
16.3.2011: Zugewinn und Selbständigkeit
14.2.2011: BVerfG zur Dreiteilungsmethode
26.1.2011: Ehetypen und Ehevertragstypen
26.1.2011: Hilfe, mein Kind wird im familiengerichtlichen Verfahren angehört!
24.1.2011: Konfliktlösungsstrategien, Das Eisberg-Modell in der Kommunikation
23.1.2011: Erbrecht vollständig neu bearbeitet
11.1.2011: Elternunterhalt: Verwirkung, Schonvermögen
10.1.2011: Kostenfreie Informationsgespräche über Mediation nach § 135 FamFG
8.1.2011: Elterngeld - Änderungen zum Januar 2011
6.1.2011: Auslandaufenthalt und Kindesunterhalt, Hausrat
2.1.2011: Hier geht`s zur Familienrecht-Suchmaschine...
31.12.2010: Alleinerziehend,Selbstbehalte der DT 2011 nur vorläufig
30.12.2010: Residenzmodell, Wechselmodell, Nestmodell, Elternvereinbarungen
29.12.2010: Hauskredit
8.11.2010 bis 28.12.2010: die komplette Homepage neu gestaltet, ab jetzt alles täglich frisch
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