Konfliktlösungs-Strategien
(c) Gerd Altmann / www.pixelio.deEs war einmal ein Mann, der kroch auf den Knien um eine Straßenlaterne und suchte im Lichtkreis seinen Schlüssel. „Wo haben Sie ihn denn verloren?", fragte ein Passant. Der Mann antwortete: „Dort hinten in der dunklen Gasse." - „Und warum suchen Sie dann hier?" -
„Weil es hier hell ist", antwortete der Mann.
Sie haben Streit mit jemandem. Und Sie suchen eine Entscheidung in einer Auseinandersetzung mit allen Ihnen bekannten Mitteln, wie der Mann seine Schlüssel im hellen Lichtkegel sucht.
Welche Mittel der Konfliktlösung kennen Sie?
1. Flucht
Flucht ist eine ganz ursprüngliche Konfliktlösungsstrategie, wie die Verhaltensforschung weiß. Der Mensch gehört zu der Spezies der Fluchtwesen, wie z.B. Pferde Fluchttiere sind. Die heutzutage
zivilisierten Formen der Flucht sind das Verleugnen, Verdrängen oder zeitliche Verschieben eines unangenehmen Themas. Wer vor seinem Konflikt flüchtet, nimmt sich die Chance eines
Entwicklungsprozesses.
2. Vernichtung
Ein Konflikt, der nicht durch Flucht gelöst werden kann, zwingt zum Kampf. Ging es dabei in früheren Jahrhunderten um die tatsächliche, körperliche Vernichtung, sind heutige Vernichtungsrituale
subtiler, aber oft genauso endgültig. Die eigene Weiterentwicklung durch den Konflikt kommt hier genauso zu kurz wie bei der Flucht.
3. Unterwerfung/Unterordnung
Entwicklungsgeschichtlich löste das Zeitalter der Sklaverei die Vernichtung ab und institutionalisierte Unterwerfung. Auf heute übertragen passt dies auf Konfliktlösung durch Hierarchiebildung und
Machtgebrauch.
4. Delegation
Ein großer Schritt in der Menschheitsgeschichte war die Einführung von Systemen, in denen die Entscheidung über den Konflikt einem unbeteiligten Dritten übertragen (delegiert) wird. Der Vorteil der
Konfliktlösung durch Delegation ist, dass Objektivität, Sachlichkeit und Kompetenz zur Konfliktlösung genutzt werden. Man benötigt dafür die Vorstellung der Existenz von „objektiv falsch" und
„objektiv richtig". Zu dem Delegationssystem gehören Schlichter genauso wie Richter. Ein Nachteil ist der, dass den Parteien die Selbstverantwortung im Konflikt entzogen wird und sie sich daher mit
der Lösung ggf. nicht identifizieren, jedenfalls nicht beide.
5. Kompromiss
Kompromiss bedeutet, dass es beiden wehtut. Typischerweise trifft man sich „in der Mitte". Das Wissen um die Kompromißsystematik verführt im gerichtlichen System dazu, daß zunächst sehr extreme
Verhandlungspositionen eingenommen werden, damit die „Mitte" möglichst nah bei den eigenen Erwartungen liegt. Taktik bekommt höhere Bedeutung als das Aufdecken der tieferen Motive (der Eisberg unter
der Wasseroberfläche).
6. Konsens
Der Konsens ist etwas ganz anderes als der Kompromiß. Man verabschiedet sich von der Idee, dass der Andere unrecht hat, weil man weiß, dass nicht die objektive Wahrheit, sondern die subjektive
Wahrnehmung relevant ist. Dies ist dann möglich, wenn die Parteien ihre eigentlichen Motive und Interessen aufdecken können - ohne taktisches Kalkül. Der Konsens kann zu einer Win-Win-Lösung führen,
in der beide Seiten etwas hinzugewinnen können, und sei es "nur" menschliche Weiterentwicklung. Mediation arbeitet auf solche Win-Win-Lösungen hin.
Welche Informationen könnten jetzt noch passen?

Noch mehr wissen?
Persönliche Beratung?
Clearing vereinbaren?
Rufen Sie uns an: 0241 5152657, schreiben Sie: info(at)kanzlei-mainz.de - oder nutzen Sie das Kontaktformular.
(c) Gerd Altmann / www.pixelio.de
Hier zu Recht finden:
Noch unschlüssig ....
Informieren Sie sich hier:
Mal vorbeikommen ...
Termine mit mir gibt`s nur nach Vereinbarung. Mein Sekretariat ist für Sie Mo-Do 9-17 Uhr und Fr 9-15 Uhr erreichbar.
Tel. 0241 5152657
Mich finden...
Lieber e-mailen...
Anfragen an das Sekretariat (Terminwünsche etc.):
sekretariat(at)mainz-kwasniok.de
Direkte mail an die Rechtsanwältin (Rechtsfragen):
Weitere Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.
... oder Online-Beratung
Fragebogen anfordern...
können Sie hier.
Gibt`s was Neues ?

Diese Seiten wurden von mir zuletzt aktualisiert am 5.5.2012
Wichtige Urteile
Zum Ehegattenunterhalt:
OLG Düsseldorf 07.11.2011 zur Erwerbsobliegenheit bei Grundschulkindern und 12jährigen +++ BGH 13.7.2011: Betreuungsunterhalt lebt wieder auf, wenn nacheheliche Beziehung beendet wird +++BGH 2.3.2011 zur fehlenden Erwerbsminderungsrente +++ BGH 16.2.2011 zu ehebedingten Nachteilen +++ BVerfG 25.1.2011 zur Berechnung bei Ex-Frau und Ehefrau: Dreiteilungsmethode verfassungswidrig +++ BGH 22.11.2010 stärkt Hausfrauen-Ansprüche +++ BGH 20.10.2010 zu ehebedingten Nachteilen +++ BGH 29.9.2010 zur Abänderung / Befristung von Ehegattenunterhalt +++ BGH 15.9.2010 zur Abschaffung des Altersphasenmodells +++ OLG Düsseldorf 7.7.2010 zur Verwirkung wg. Verschweigens von Einkünften +++ OLG Köln 12.1.2010 zur Sättigungsgrenze +++ BGH 18.11.2009 zur Unterhaltsberechnung bei Zweitehe +++
Denkanstoss für Sie:
Es war einmal ein Mann, der kroch auf den Knien um eine Straßenlaterne und suchte im Lichtkreis seinen Schlüssel. „Wo haben Sie ihn denn verloren?“, fragte ein Passant. Der Mann antwortete: „Dort hinten in der dunklen Gasse.“ – „Und warum suchen Sie dann hier?“ – „Weil es hier hell ist“, antwortete der Mann.
Sie haben Streit mit jemandem. Und Sie suchen eine Entscheidung in einer Auseinandersetzung mit allen bekannten Mitteln, vielleicht in einem Gerichtsverfahren – wie der Mann seine Schlüssel im hellen Lichtkegel sucht. Lassen Sie sich helfen, die Lösung im Dunkeln zu finden: mit Mediation.
Besprechungsbedarf? Erstberatungstermin? Online-Beratung?
Wenn Sie auf meiner Homepage etwas gesucht haben, benötigen Sie vielleicht noch meine Hilfe. Was kann ich für Sie tun? Informieren Sie sich über unser Erstberatungs-Konzept und die Möglichkeit der Online-Beratung zum Pauschalpreis.
Bei Fragen oder Terminwünschen erreichen Sie das Sekretariat der Kanzlei Montags bis Donnerstags von 9-17 Uhr und Freitags von 9-15 Uhr unter Telefon: +49 241 5152657 sowie unter sekretariat(at)mainz-kwasniok.de.
Sie haben genug Informationen gelesen und wollen jetzt Ihren Fragebogen für die Erstberatung anfordern? HIER
Zufrieden? Weitersagen!
Wie schön, dass Sie hier sind. Sagen Sie es weiter, wenn Ihnen die Informationen geholfen haben! Sie finden dazu im Fuß der Seite eine per email zu bedienende Funktion "Diese Seite weiterempfehlen" und den facebook-button "gefällt mir". Oder Sie schreiben mir ins Gästebuch.
Neu auf dieser Website:
22.3.2012: EGMR weist Anfechtungsklagen leiblicher Väter ab
5.1.2012: Änderungen für Familien
31.12.2011: Düsseldorfer Tabelle 2012
11.11.2011: Kuckuckskind
16.10.2011: Nachscheidungsunterhalt
13.10.2011: Abänderung alter Eheverträge
12.10.2011: Ansprüche nach Scheitern einer nichtehelichen Beziehung
27.9.2011: EGMR stärkt erneut leibliche Väter
12.9.2011: Rolle des RA im Umgangsverfahren
9.9.2011: Urteile zum Elternunterhalt
8.9.2011: Unternehmer-Ehe (Handelsblatt-Interview)
7.9.2011: Vereinbarungen zum Versorgungsausgleich
1.9.2011: Wechselmodell und Schülerfahrtkosten
1.9.2011: VBL geht in Beschwerde gegen schuldrechtlichen Ausgleich
27.7.2011: WebAkte - verschlüsselt kommunizieren
25.7.2011: BFH erkennt Prozeßkosten als absetzbar an
17.6.2011: Neue Liebe als Verwirkungsgrund
24.5.2011: Hartz IV und Umgang
12.5.2011: Wechselmodell-Entscheidung OLG Düsseldorf v. 14.3.2011
11.5.2011: Das familiengerichtliche Verfahren (FamFG)
27.3.2011: Betreuerkosten im Elternunterhalt
22.3.2011: FAQ zum Versorgungsausgleich
16.3.2011: Zugewinn und Selbständigkeit
14.2.2011: BVerfG zur Dreiteilungsmethode
26.1.2011: Ehetypen und Ehevertragstypen
26.1.2011: Hilfe, mein Kind wird im familiengerichtlichen Verfahren angehört!
24.1.2011: Konfliktlösungsstrategien, Das Eisberg-Modell in der Kommunikation
23.1.2011: Erbrecht vollständig neu bearbeitet
11.1.2011: Elternunterhalt: Verwirkung, Schonvermögen
10.1.2011: Kostenfreie Informationsgespräche über Mediation nach § 135 FamFG
8.1.2011: Elterngeld - Änderungen zum Januar 2011
6.1.2011: Auslandaufenthalt und Kindesunterhalt, Hausrat
2.1.2011: Hier geht`s zur Familienrecht-Suchmaschine...
31.12.2010: Alleinerziehend,Selbstbehalte der DT 2011 nur vorläufig
30.12.2010: Residenzmodell, Wechselmodell, Nestmodell, Elternvereinbarungen
29.12.2010: Hauskredit
8.11.2010 bis 28.12.2010: die komplette Homepage neu gestaltet, ab jetzt alles täglich frisch
Sie haben genug Informationen gelesen und wollen jetzt Ihren Fragebogen anfordern? HIER
