Pflichtteilsansprüche im Erbrecht

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Der Pflichtteil wird dann relevant und muss berechnet werden, wenn

  • ein Ehegatte oder Kind wegen Undankbarkeit, Streit o.ä. so wenig wie möglich erben soll,
  • wenn Eltern ihr Vermögen erst nach dem Tod des Längstlebenden an die Kinder weitergeben wollen,
  • wenn das Testament den Kindern oder dem Ehegatten nicht gefällt und sie deshalb die testamentarische Erbschaft ausschlagen,
  • wenn der Erblasser seinen Nachlass nach Gegenständen (Haus, Bankkonten, Auto, Ferienwohnung etc.) verteilen will, ohne dass ein naher Verwandter unter seinen Pflichtteil gerät,
  • wenn ein Behindertentestament errichtet werden soll, damit die Erbschaft dem behinderten Kind selbst zugute kommt statt der Staatskasse,
  • wenn in einer Patchworkfamilie geschickt testiert werden soll,
  • wenn ein minderjähriges Kind nicht Miterbe sein soll, weil der Erblasser von dessen anderem Elternteil geschieden ist.

Pflichtteil ist nur ein Auszahlungsanspruch

Der Pflichtteil ist ein Anspruch gegen die Erben auf Auszahlung in Geld. Der Pflichtteilsberechtigte wird also nicht MIteigentümer an Nachlassgegenständen, muss/darf nichts mitentscheiden.

Zur Höhe des Pflichtteils

Um den Pflichtteil zu berechnen, ermittelt man den gesamten Nachlasswert, dann die Quote, die derjenige als gesetzlicher Erbe geerbt hätte. Davon die Hälfte steht ihm als Geldzahlung zu. Wenn der Erblasser seine Nachlassgegenstände sinnvoll verteilen will, muss er darauf achten, dass er keinen "unter den Pflichtteil" setzt.

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11.1.2017: BGH zum Wechselmodell

27.01.2017: Unterhaltsvorschuss ab Juli unbefristet bis 18

9.8.2016: BGH zur Patientenverfügung

18.12.2015: OLG Dresden zum Unterhalt im Wechselmodell

18.8.2015: Gemeinsames Sorgerecht fürs Kindeswohl

11.8.2015: Wo stirbst du? Erben in der Euregio

27.7.2015: Kind schwerbehindert - Unterhalt für die Mutter?

15.7.2015: Neue DT und Kindergelderhöhung

8.6.2015: Hausfrau und Altersvorsorge: 5% von Null ist Null?

23.1.2015: Ordnungsgeld für Umgang verweigernde Mutter

20.1.2015: Rechengrößen VA 2015

1.12.2014: Versorgungsausgleich: Verzicht, Abfindung und Steuervorteile

26.11.2014: 8,50 € Mindestlohn als fiktives Einkommen beim Unterhalt

5.11.2014: zwei Ehefrauen und der Unterhaltsrang

27.10.2014: BGH aktuell zum Wohnvorteil

22.10.2014: Pflegeverpflichtung und Heimkosten

12.9.2014 Mütterrente kommt Ex-Männern zugute

4.9.2014: Lebenslangen Unterhalt: es gibt ihn doch noch!

9.7.2014: Altersvorsorge des Schwiegerkindes

2.7.2014: Bindungstoleranz beim Hund

22.5.2014: Wechselmodell und Unterhalt

28.4.2014: Kontoplünderung bei Trennung

20.3.2014: Verwirkung des Ehegattenunterhalts durch unbeweisbare Vorwürfe

13.3.2014: Vaterschaft: wer nicht anficht, zahlt Unterhalt

3.3.2014: BGH-Begründung zum Rechenweg bei Elternunterhalt ist da

12.2.2014: Rabeneltern-Entscheidung des BGH zu Kontaktabbruch und Elternunterhalt

22.1.2014: Sorgerecht-Checkliste für Väter

20.1.2014: Hinweise für Verfahrenskostenhilfe-Mandanten

11.11.2013: Gemeinsamer Anwalt bei Trennung/Scheidung

11.9.2013: Testamentsvollstreckung

7.8.2013: BGH zur Immobilie im Elternunterhalt

13.7.2013: Gesetz zum Umgangsrecht für leibliche Väter

4.7.2013: Problemfeld: Beamter, Dienstunfähigkeit und Versorgungsausgleich

4.6.2013: BGH: Auch Arbeitsplatzwechsel kann ehebedingten Nachteil bedeuten

25.5.2013: BGH: Vaterschafts-Anfechtung durch Samenspender möglich
8.5.2013: Keine Abzüge beim Mindestunterhalt

19.4.2013: Sorgerecht für unverheiratete Väter ab 19. Mai 2013

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Denkanstoss für Sie:

Es war einmal ein Mann, der kroch auf den Knien um eine Straßenlaterne und suchte im Lichtkreis seinen Schlüssel. „Wo haben Sie ihn denn verloren?“, fragte ein Passant.  Der Mann antwortete: „Dort hinten in der dunklen Gasse.“ – „Und warum suchen Sie dann hier?“ – „Weil es hier hell ist“, antwortete der Mann.

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Aktualisiert zuletzt am

4.12.2017